16. Lange Nacht der Theater
20. Mai 2017

Theater in der List

  • Route
  •  D  
  • |
  • 99 Plätze
Spichernstraße 13, 30161 Hannover
Telefon: (0511) 89711946

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Das THEATER in der LIST gilt seit 2007 als Topadresse für anspruchsvolles Schauspiel für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mit Mut zum künstlerischen Risiko probieren die professionellen Schauspieler in ihren Inszenierungen verschiedene Theaterformen aus. Gastspiele anderer, auch internationaler Theater runden das Programm ab. Eine kleine Galerie im Zuschauerbereich stellt abwechselnd Bilder hannoverscher Maler und Künstler aus.

Zeitplan

Zeit/enTitelGenre
19:00 20:00 21:00 Heute weder Hamlet
von Rainer Lewandowski
Schauspiel
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Inszenierungen

Heute weder Hamlet

von Rainer Lewandowski Heute weder Hamlet

Das haben Sie hoffentlich noch nie erlebt im Theater: die Vorstellung fällt ersatzlos aus wegen Beinbruchs des Hauptdarstellers. Also heute weder Hamlet noch irgendetwas… Aber da hat man nicht mit dem krisen-erprobten und katastrophengestählten Ingo Sassmann (Willi Schlüter), seines Zeichens Vorhangzieher, und Mann hinter den Kulissen gerechnet. Als dieser erfahrene Theatermann das einfach sitzen gebliebene Publikum erblickt, lässt er es sich nicht nehmen, ausführlich aus seinem Nähkästchen zu plaudern und seinen gespannten Zuschauern nicht nur seine eigene, wechselvolle Karriere zu erzählen, sondern auch vielfältige, durchaus indiskrete Einblicke hinter die Kulissen zu ermöglichen. Kurzum, was Sie schon immer gern gewusst hätten über das Leben und Treiben auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hier wird es Ereignis.

Ähnlichkeiten mit dem realen Theaterbetrieb sind keinesfalls zufällig und vom Autor durchaus beabsichtigt. Ingo Sassmann lässt jedenfalls nichts aus. Seine Liebe zum Theater, seine geradezu erotisch zu nennende Beziehung zum Vorhang, seine Karrierestationen als Schauspieler in der deutschen Provinz, seine Liebe zur Kollegin Rebecca. Eine höchst unglückselige Verkettung von Missgeschicken zerstört dann sein weiteres Fortkommen als Schauspieler. Aber als Verantwortlicher hinter den Kulissen kann er seiner Passion des Lebens im Theater weiter folgen, erfährt das Glück des dabei Seins im Geruch von Holz, Staub und Puder. Die Qualen erdulden zwischen Sein und Schein, leben in der gefahrvollen Zwischenwelt des als ob, das ist fortan sein Schicksal. Aber er ist allemal Schauspieler genug, in einer Ein-Mann-Show nun den heute ausgefallenen „Hamlet, Prinz von Dänemark“ zum Besten zu geben und uns klar zu machen, dass jenseits von allem Regiezauber und Inszenierungswahnsinn der Vorhang der sensible Hauptdarsteller im Drama der Bühne ist!

Dieses Stück ist ein gefundenes Fressen für einen Schauspieler wie Willi Schlüter und auch für Sibylle Brunner, die für dieses Stück die Regie übernommen hat.

Mit: Willi Schlüter
Regie: Sibylle Brunner