16. Lange Nacht der Theater
20. Mai 2017

Theater an der Glocksee

  • Route
  •  A  
  • |
  • 80 Plätze
Glockseestraße 35, 30169 Hannover
Telefon: (0511) 1613936

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Hinter der graffitibesprühten Fassade des alternativen Glockseegeländes bietet der »Geheimtipp an der Ihme« (nachtkritik.de) seit über 25 Jahren professionelle und nahkommende Theaterkunst. Im extrem wandelbaren Bühnenraum erwartet das buntgemischte Publikum zeitgenössische Dramatik, eigene Stückentwicklungen, Projekte, Experimente, Konzert und Diskurs – die Themen nah am Puls der Zeit, die Zuschauer nah an den Akteuren.

Unter der neuen künstlerischen Leitung (Kußmann, Vietzke, Lauenstein – seit 2012) wird das Team je nach Stück durch Spieler, Regisseure, Bühnen- und Kostümbildnern aus ganz Deutschland erweitert, um immer wieder frischen Wind in das bis zu 100 Plätze fassende Haus zu lassen und dem Zuschauer neue Perspektiven, Ästhetiken und Formen zu bieten.

So erfindet sich das Theater – auch im steten Kontakt zum Publikum – immer wieder neu und bildet eine Plattform für die Reflexion aktueller Thematiken unserer Gesellschaft.

Zeitplan

Zeit/enTitelGenre
20:00 21:00 22:00 Raskolnikow – humanity is overrated
Projektentwicklung nach Dostojewski/Berardi
Schauspiel
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Inszenierungen

Raskolnikow – humanity is overrated

Projektentwicklung nach Dostojewski/Berardi Raskolnikow – humanity is overrated

Raskolnikow ist krank. Er kommt gar nicht mehr aus seinem Zimmer, pennt immer nur und fiebert vor sich hin. Etwas verfolgt ihn und drückt ihn nieder. Er hatte einen Plan. Eine wasserfeste Ideologie, sie klang so logisch, sie erklärte alles, sie sollte ihn befreien. Doch nun hatte er sich selbst gefangen…

Basierend auf Dostojewkis Roman »Schuld und Sühne« (1866) und Recherchen des Philosophen Franco Berardi (»Helden – über Amoklauf und Suizid«, 2016) begeben wir uns mit drei Spielern auf die Suche nach dem Ursprung der Gedanken von Amokläufern, Terroristen, Attentätern.

Woher kommt diese schleichende Verachtung, die die einen zu »besseren«, die anderen zu »schlechteren« Menschen macht – und kann ich sie manchmal, ganz heimlich oder brüllend laut, auch in mir selber finden?

Wir erkunden die Gemeinsamkeiten aller vermeintlich so unterschiedlichen Beweggründe von Attentätern und suchen nach gesellschaftlichen und persönlichen Auslösern – in der Hoffnung, diese irgendwann einmal begreifen und verhindern zu können.