16. Lange Nacht der Theater
20. Mai 2017

Opernhaus

  • Route
  • A,B,C,D
  • |
  • 1200 Plätze
Opernplatz, 30159 Hannover
Telefon: (0511) 999900

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Im Herzen Hannovers steht das prachtvolle Opernhaus, das 1852 von Georg Friedrich Laves erbaut wurde. Gemeinsam verantworten Dr. Michael Klügl als Intendant, Ballettdirektor Jörg Mannes und Generalmusikdirektorin Karen Kamensek das künstlerische Programm der Staatsoper Hannover, das über Stadt und Region hinaus das kulturelle Gesicht der Landeshauptstadt prägt.

Die Staatsoper Hannover ist eines der größten Ensembletheater des deutschsprachigen Raumes – über 30 Sängerinnen und Sänger, 30 Tänzerinnen und Tänzer haben sich fest an das Haus gebunden; das Niedersächsische Staatsorchester Hannover und der Chor der Staatsoper Hannover stehen für höchste musikalische Qualität an jedem Abend. Ein umfangreiches Repertoire, sieben Opernpremieren, drei Ballettpremieren und ein umfangreiches Konzertprogramm füllen das Haus am Opernplatz mit Leben. Im Ballhof ist seit der Spielzeit 2010/11 die Jungen Oper zu Hause. Hier erleben Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Oper anders: im intimen Rahmen der Ballhof-Bühnen rücken die Produktionen ganz nah an das Publikum.

Zeitplan

Zeit/enTitelGenre
19:30 - 20:20 Gefährliche Liebschaften (1. Teil)
Ballett von Jörg Mannes
Tanz
20:40 - 21:30 Gefährliche Liebschaften (2. Teil)
Ballett von Jörg Mannes
Tanz
22:00 Liebestränke und andere Alkoholika
Beschwipste Arien aus Opern und Operetten
Oper
23:00 Trinklieder für Fortgeschrittene
Beschwipste Arien aus Opern und Operetten
Oper
24:00 Opernchor-Karaoke
mit Chordirektor Dan Ratiu
Oper
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Inszenierungen

Gefährliche Liebschaften (1. Teil)

Ballett von Jörg Mannes

Cécile de Volanges, gerade aus der Obhut des Klosters entlassen, wird auf ihre Einführung in die Gesellschaft vorbereitet und standesgemäß eingekleidet.

Die Marquise de Merteuil, nach außen eine schöne und moralische, von der Gesellschaft geachtete Frau, ist in Wirklichkeit äußerst frivol. Sie will ihren ehemaligen Liebhaber, den Comte de Gercourt, zum Gespött von Paris machen und zwar mit Hilfe eines weiteren Ex-Geliebten, dem Vicomte de Valmont. Er soll die Pläne Gercourts durchkreuzen, die unberührte Cécile de Volanges zu heiraten, indem er der Braut vor der Hochzeit die Unschuld raubt.

Valmonts Verführungskünste sind zwar berüchtigt, werden aber allgemein bewundert. Sein derzeitiges Interesse gilt der Präsidentin de Tourvel, deren legendärer Ruf der Tugendhaftigkeit ihn reizt.

Merteuil weiß, dass Valmont auch an ihr noch interessiert ist. Sie wettet mit ihm: Falls es ihm gelingt, die spröde Tourvel zu gewinnen, und er einen schriftlichen Vollzugsbeweis erbringt, gewährt sie ihm eine Liebesnacht.

Die Präsidentin de Tourvel sucht die Zurückgezogenheit auf dem Land bei ihrer mütterlichen Freundin Madame de Rosemonde, der Tante Valmonts, der sich ebenfalls auf dem Landgut einquartiert. Als Spieler und Meister der Verstellung gelingt es ihm – trotz seines schlechten Rufs – Tourvel zu faszinieren. Valmont fühlt sich seinem Ziel schon recht nahe, als er belauscht, wie Madame de Volanges ihre Freundin Tourvel vor ihm warnt. Er ist wütend, dass seine Pläne durchkreuzt werden. Merteuil und Valmont tauschen sich über den Stand der Dinge aus und bekräftigen ihren Pakt. Cécile verliebt sich in ihren Fechtlehrer, den unerfahrenen Ritter Danceny, doch ihre Mutter entdeckt und unterbindet die romantische Beziehung.

Valmont kommt mit seiner Eroberung Tourvels nur langsam voran. Wütend darüber, dass Volanges gegen ihn hetzt, schwört er Rache und beschließt, ihre Tochter Cécile zu entehren. Unter dem Vorwand, Briefe Dancenys zu überbringen, verschafft sich Valmont Zugang zu Céciles Zimmer. Er überrascht das schlafende Mädchen, setzt sie unter Druck und macht sie gefügig.

Gefährliche Liebschaften (2. Teil)

Ballett von Jörg Mannes

Während eines Diners bedrängt Valmont Cécile erneut und bringt sie in aller Öffentlichkeit aus der Fassung. Merteuil gewinnt Céciles Vertrauen und ermuntert die Kleine, sich auf ein Abenteuer mit Valmont einzulassen. Cécile erweist sich als talentierte Schülerin und der Vicomte als fachkundiger Lehrer. Auf ihrem Körper schreibt er einen Brief an Tourvel.

Endlich zeigt das Werben Valmonts Erfolg, Tourvel ist offensichtlich in ihn verliebt. Er lässt jedoch die Gelegenheit sie zu verführen, ungenutzt verstreichen. Tourvel flieht vor ihm. Merteuil verspottet Valmont, weil er Schwäche gezeigt hat. Sie macht Danceny zu ihrem Geliebten. Valmont verfolgt Tourvel. Als sie sich erneut gegenüberstehen, ist ihr Widerstand endgültig gebrochen, und sie gibt sich ihm hin.

Valmont verlangt von Merteuil die Einlösung der Wette. Die Marquise entzieht sich und fordert seine Trennung von Tourvel, um seines gesellschaftlichen Rufes willen.

Valmont ist verliebt, aber er stößt Tourvel schließlich trotzdem von sich. Sie fällt in tiefste Verzweiflung. Der Vicomte fordert zum zweiten Mal Merteuils Wettschuld ein. Aus ihrem Streit wird ein unerbitterlicher Kampf. Danceny verteidigt die Marquise und fordert Valmont zum Duell. Schwer verwundet fällt der Vicomte. Mit letzter Kraft warnt er den jungen Mann vor Merteuil und übergibt ihm ihre Briefe. Die Briefe kursieren in der Gesellschaft. Merteuil ist bloßgestellt, ihr Zusammenbruch unausweichlich.

Liebestränke und andere Alkoholika

Beschwipste Arien aus Opern und Operetten

Flüssige Nahrung dient in Opern nicht nur als Mittel gegen das Verdursten wie in „Manon Lescaut“. Mitglieder des Opernensembles demonstrieren die libidostimulierende Wirkung geistiger Getränke, deren Folgen nur bedingt zu einem Happy End führen, wie schon „Tristan und Isolde“ erfahren mussten. Manchmal tut es aber auch einfach eine Flasche Bordeaux, um der Liebe auf die Beine zu helfen – man muss nur dran glauben.

Trinklieder für Fortgeschrittene

Beschwipste Arien aus Opern und Operetten

Dass Opern nichts für Abstinenzler sind, beweisen so manche Trink- und Sauflieder, die auf der Bühne geschmettert werden und die der Italiener geschmackvoll Brindisi nennt. Sängerinnen und Sänger der Staatsoper berauschen sich und das Publikum mit hochprozentigen Melodien. Und was gibt es Beruhigenderes, als den feucht-fröhlichen Kontrollverlust mit der Ausrede zu rechtfertigen: „Champagner hat’s verschuldet.“

Opernchor-Karaoke

mit Chordirektor Dan Ratiu

Ein stimmstarker Höhepunkt um Mitternacht: Chordirektor Dan Ratiu und Cameron Burns am Klavier animieren die Lange Nacht-Besucher ein bekanntes Chorstück anzustimmen – seien Sie gespannt, wenn es heißt: Bühne frei für die Opernchor-Karaoke!