16. Lange Nacht der Theater
20. Mai 2017

Eisfabrik

  • Route
  •  B  
  • |
  • 60 Plätze
Seilerstraße 15 F, EISFABRIK, 30171 Hannover
Telefon: (0511) 816353

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Theater kann wie Kino sein – und vielleicht sogar ein bisschen mehr: Wenn sich die Bildlichkeit der Leinwand mit der Unmittelbarkeit der Bühne zu einem sinnlichen Ganzen verbindet. Ausgeprägtes Bild- und Körpertheater war seit jeher die Domäne von COMMEDIA FUTURA.

Mit Arbeiten nach Filmthemen hat das Theater in der EISFABRIK Modelle für den Umgang mit Kinostoffen auf der Bühne und die Integration von Videos in das Bühnengeschehen geschaffen: „Lost in Twin Peaks“ (nach David Lynch), „Lovers & Killers. Tarantino Samples“ und „Fight Club“. Herausragendes habe das Theater mit Porträts von “Geistern des 20. Jahrhunderts“ geschaffen, hieß es in der Zeitschrift „Theater der Zeit“ zum 20jährigen Bestehen.

Seit der Tänzer und Choreograph Felix Landerer vor fünf Jahren ebenfalls in der EISFABRIK zu arbeiten begann, arbeiten COMMEDIA FUTURA und Landerer&Company an der Verschmelzung von Tanz und Theater. Im Herbst steht die Premiere der Koproduktion „Versuchungen“ auf dem Spielplan. Der Bogen reicht von einem Stück über Andy Warhol, über eine Hommage an Muhammad Ali bis zur Auseinandersetzung mit den Schattenseite eines Musikerlebens in „My Funny Valentine. Chet Baker/Song“. Zu sehen sind diese Produktionen in einer ehemaligen Eisfabrik, deren eigenwillige Hallen wie geschaffen sind für dieses Theater oder anders „Diese Räume sind schon Theater“ (Gabriela Jaskulla im NDR). Neben Eigenproduktionen präsentiert Commedia Futura regelmäßig Gastspiel von regionalen bis internationalen Gruppen und Künstlern.

Zeitplan

Zeit/enTitelGenre
19:00 21:00 LANDERER&COMPANY: Die Übersetzer
Choreographie von Menghan Lhou
Tanz
20:00 22:00 COMMEDIA FUTURA: Post Mortem
Szenen aus der Tanztheater-Produktion
Tanz
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Inszenierungen

LANDERER&COMPANY: Die Übersetzer

Choreographie von Menghan Lhou

(Zentralhalle)

Gedanken bestimmen mich. Sie verschwinden nicht. Sie verbrauchen mich. Sie kennen kein Erbarmen. Ich muss gehorchen, sonst. Ich muss gehorchen, sonst finde ich keinen Frieden. Denken, gehorchen, ausführen, Denken, gehorchen, ausführen. Menghan Lhou zeigt seine Choreographie aus der aktuellen Produktion von LANDERER&COMPANY. Es tanzen: Anila Mazhari, Simone Deriu und Luigi Sardone.

COMMEDIA FUTURA: Post Mortem

Szenen aus der Tanztheater-Produktion

(Schwarzer Saal)

Welch ungeheures Ereignis ist der Tot der Mutter! Ist sie nicht alles, reale Figur wie mythisches Wesen, erste Geliebte und wegweisendes, einengendes Überwesen? Wir werden sehen. Wir werden dem nachgehen und tief eintauchen, nicht nur in die eigene Geschichte. COMMEDIA FUTURA zeigt Ausschnitte aus der soeben angelaufenen Tanztheater-Produktion.

Ein junger Mann, Tänzer und Choreograph, fliegt nach Hause. Als die Maschine gelandet ist und er auf der Gangway steht, wird ihm bewußt, daß alles wie immer ist und doch ganz anders. Seine Mutter ist gestorben. Damit geht nicht nur ein wichtiger Bezugspunkt in seinem Leben verloren, sein Heim, seine Welt ist nicht mehr dieselbe. Was bedeutet das für ihn und sein Leben? Was bedeutet es, wenn eine Familie plötzlich nur noch aus Männern besteht? Wie verwandelt sie sich, oder zerfällt sie? Oder wenn womöglich gar keine Familie mehr da ist, man selbst das vorderste Glied in der Kette der Generationen ist?

Regisseur Wolfgang A. Piontek und Choreograph Ben Landsberg fragen das, indem sie bei ihren eigenen Erfahrungen ansetzen, beim Besonderen, der individuellen Geschichte. Aber dabei wollen sie  nicht stehen bleiben. Sie sind interessiert an der Mutter als Ursprung und daran, wie Dramen, Traumata und Muster, aber auch Liebe von Generation zu Generation weitergegeben werden, speziell von den Müttern an die Söhne, wie Landsberg sagt.

Zusammen mit der wie er aus Kanada stammenden Tänzerin Erin Pool und der Schauspielerin Luzia Schelling steht der Choreograph auch als Tänzer und Darsteller auf der Bühne.

Künstlerische Leitung/Inszenierung: Wolfgang A. Piontek
Choreographie/Tanz: Ben Landsberg, Erin Poole;
Schauspiel: Luzia Schelling
Dramaturgie/Produktionsleitung: Peter Piontek
Kostümdesign: Sabine Mech;
Video: Volker Schreiner;
Lichtdesign: Wolfgang Denker