18. Lange Nacht der Theater
04. Mai 2019

Cumberland

Prinzenstraße 9, 30159 Hannover
Telefon: (0511) 99992087

HKröpckeHThielenplatz/Schauspielhaus

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Unter dem Dach des Schauspiel Hannover  sind die große Bühne im Schauspielhaus, die Cumberlandsche Bühne, das historische Ambiente der Cumberlandschen Galerie sowie der Ballhof Eins und Zwei vereint.

Die Cumberlandsche Bühne ist der Spielort für Gegenwartsdramatik und Adaptionen mit etwa 200 Plätzen. Auf dieser Bühne unternimmt das Schauspiel theatrale Reisen zu zeitgenössischen Themen und analysiert beispielsweise  in „Sie können das alles senden!“ die angeblich sendefähigen Reden unserer Politiker oder deckt in „Kasper Häuser Meer“ wortgewaltig die absonderlichen Bedingungen im Arbeitsalltag von Sozialamtsmitarbeiterinnen auf.

Der STUDIENGANG SCHAUSPIEL der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) hat seine Heimat normalerweise auf der EXPO-PLAZA, weit ab vom „Mutterhaus“ am Emmichplatz. Die Studierenden erarbeiten und zeigen dort in regelmäßigen Abständen öffentlich ihre Szenenstudien und Projekte im eigenen Studio-Theater. Mit dem Staatsschauspiel Hannover verbindet die Hochschule eine fruchtbare Kooperation. Jährlich werden einige Studierende nach dem Vordiplom eingeladen, in Inszenierungen des Schauspielhauses mitzuwirken. Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles geben regelmäßig Szenenunterrichte auf der Expo Plaza. Für die Lange Nacht der Theater beherbergt das Schauspielhaus auch dieses mal wieder die jungen Kolleginnen und Kollegen mit aktuellen Szenenstudien – diesmal in der cumberlandschen Bühne.

Zeitplan

Zeit/en Titel Genre
18:00 19:00 Der Hals der Giraffe
von Judith Schalansky
Schauspiel
20:00 21:00 Der Club
nach dem Roman von Takis Würger
Schauspiel
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Inszenierungen

Der Hals der Giraffe

von Judith Schalansky Der Hals der Giraffe

Inge Lohmark liebt die ehernen Gesetze des Lebens. Seit Jahrzehnten unterrichtet sie Biologie und Sport am Charles-Darwin-Gymnasium in der mecklenburgischen Provinz: hart und unbeugsam. Schwache Schüler mitzuschleifen wäre für sie reine Heuchelei. Andersdenkende Kollegen und den Direktor mit seinem sloganhaften Optimismus verachtet sie. Inge Lohmark macht sich keine Illusionen, auch nicht über sich selbst. Sie wird alt. Ihr Mann lebt nur für die Straußenzucht. Und ihre Tochter ist weit weg. Ab und an hat sie seltsame Träume, Tagträume von ihrer Schülerin Erika oder vom Sexualleben der Schnecken.

»Ein psychologisches und sprachliches Meisterwerk.« (Alexander Cammann über den Roman, Die Zeit)

Regie Helen Danner Bühne Pauline Knoblauch Kostüme Birgit Klötzer Dramaturgie Lucie Ortmann Mit Beatrice Frey

Der Club

nach dem Roman von Takis Würger Der Club

IM SÜDLICHEN NIEDERSACHSEN LIEGT EIN WALD, DER DEISTER, DARIN STAND EIN HAUS AUS SANDSTEIN, IN DEM FRÜHER DER FÖRSTER GEWOHNT HATTE UND DAS DURCH EINE REIHE VON ZUFÄLLEN UND DEN KREDIT EINER BANK IN DEN BESITZ EINES EHEPAARES KAM, DAS DORT EINZOG, DAMIT DIE FRAU IN RUHE STERBEN KONNTE.

Eine Heimatgeschichte? Mitnichten. Der Club nimmt nur seinen Ausgangspunkt in der Gegend bei Hannover und folgt dann seinem Protagonisten Hans Stichler an die Universität Cambridge. Wie Hans ging der 1985 geborene Spiegel-Redakteur Takis Würger nach Cambridge, um dort Ideengeschichte zu studieren. Er boxte als Schwergewicht für den Cambridge University Amateur Boxing Club und wurde Mitglied in verschiedenen studentischen Clubs. Würger verbindet in seinem Debüt Coming-of-Age-Geschichte, Campusroman und Kriminalgeschichte. Der elitäre Pitt Club scheint in ein Verbrechen verwickelt zu sein. Hans schafft es, in den Club aufgenommen zu werden. Er verliebt sich in Charlotte, deren Vater einer der Clubveteranen ist. Er ist vom Selbstbewusstsein der snobistischen Elite fasziniert und abgestoßen zugleich. Kann man sich alles erlauben, wenn man genug Geld hat? Wie positioniert sich Hans im Gefüge aus Macht und Geld und wie bewahrt er sich das, was er einmal sein Gewissen nannte?

Regie Alexander Eisenach Bühne Andreas Alexander Straßer Kostüme Julia Wassner Musikalische Leitung Sven Michelson Dramaturgie Johannes Kirsten Mit Susana Fernandes Genebra, Rainer Frank, Philippe Goos, Günther Harder, Wolf List, Vanessa Loibl